Das Unit System

Bevor Du diesen Artikel liest empfehlen wir dir zuerst den Artikel „Das Flat Stack System“ in unserer Sportwetten Strategie Sektion zu lesen. Dort empfehlen wir Dir immer nur einen prozentualen Betrag von maximal 5-10% deines Wettkapitals pro Wette zu setzen. Dies ist eine sehr gute Methode das Wettkapital zu managen. Allerdings kann sie noch weiter verfeinert werden.

Denn wenn Du eine Wette mit sehr hoher Quote spielst und gewinnst, dann gewinnst Du relativ viel auf einmal. Bei einer sehr niedrigen Quote gewinnst Du nicht so viel. Dafür treffen Wetten mit niedriger Quote häufiger ein. Auf lange Sicht gewinnst Du wahrscheinlich – bei gut ausgewählten Wetten – mit Wetten mit hoher und niedriger Quote ähnlich viel. Deshalb lässt sich auch das „Flat Stack-System“ problemlos spielen. Allerdings zerrt das damit verbundene starke Pendeln des Gesamtkapitals sehr an den Nerven. Ausschließlich auf Wetten mit niedrigen Quoten zu setzen ist eine Möglichkeit, aber es ist sehr schade um die Wetten mit hoher Quote, die auch oft sehr profitabel sind.

Statt immer den vollen Stack zu setzen kannst Du diesen nun nochmal zur Verfeinerung dieser Methode in Untereinheiten aufteilen. Klassisch teilt man einen Stack in 10 Untereinheiten (die Units). Häufig siehst Du die Angabe 4/10 o.ä. Dies bedeutet, dass vier von zehn Units des Stacks gesetzt werden.

Im Prinzip geht es beim Unit-System darum, das Risiko weiter zu streuen und den Gewinn zu maximieren. Durch das Wetten nach dem Unit-System ist es möglich kontinuierlich Gewinn zu machen und riesen große Schwankungen des Wettkapitals abzuflachen.

Dies kann z.B. wie folgt aussehen:

  • Bei Wetten mit hohen Quoten, bei denen Du aber sicher bist, dass sie profitabel zu spielen sind, setzt du nur 1-3 Units. Gewinnt die Wette multipliziert sich die hohe Quote mit einem verhältnismäßig geringen Unit-Einsatz und du erhältst eine mittlere absolute Auszahlung
    • Bsp.: Quote 3,9 * 3 Units – Einsatz= Quote3,9*3Units -3Units = 8,7Units Reingewinn
  • „Normale“ Wetten bei denen ein Schnittpunkt aus relativ hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und Quotenhöhe besteht – meist gilt das für Wetten um eine Quote von 2 herum – setzt du mit 4-7Units
    • Bsp.: Quote 2 * 7 Units – Einsatz= Quote2*7Units-7Units= 7Units Reingewinn
  • Wetten, die sehr wahrscheinlich eintreffen, dafür aber eine eher geringere Quote haben setzt du mit 8-10 Units
    • Bsp.: Quote 1,6* 10 Units –Einsatz= Quote 1,6*10Units-10Units= 6Units Reingewinn

Somit gewinnst und verlierst du durch alle Wettkategorien ähnliche Beträge und dein Wettkapital pendelt nicht so extrem hin und her wie es der Fall wäre, wenn Du bei allen Quoten den gleichen Einsatz spielen würdest. Dies beruhigt die Nerven und hilft Dir bei deiner Strategie zu bleiben und nicht „auf tilt zu gehen“.

Hinzu kommt ein weiterer Vorteil des Setzens nach Unit-System. Wenn Du dir bei jeder Wette überlegen musst wie viele der maximal 10Einheiten Du auf die jeweilige Wette platzieren willst, musst Du dir bei deiner Analyse stets intensive Gedanken machen. Du bist also gezwungen das Verhältnis von Gewinn und Risiko ständig zu bewerten, was dir gerade am Anfang sehr hilft um schnell Erfahrung zu gewinnen und ein Gefühl für die Quoten zu bekommen.

Das Wetten nach Unit-System ist sehr verbreitet und eignet sich sehr gut um das Wettkaptial aufzubauen.
Lies im nächsten Artikel „Das Kelly-System“ mehr über eine weitere Möglichkeit Dein Wettkapital zu managen.