Die Wettquote

Was steckt eigentlich hinter einer Wettquote – das fragen sich Wett-Neulinge häufig. Aber rund um die Wettquote gibt es noch viel mehr zu entdecken – auch für Leute, die schon eine Weile wetten: wie kommt ein Sportwetten Anbieter eigentlich zu einer Wettquote, warum ändern sich die Quoten teilweise innerhalb einer Minute, warum lassen sich in manchen Partien nur sehr kleine, in anderen riesige Beträge setzen. Erfahre im Folgenden mehr über Quote, Buchmachermarge, Rating, Odds Movement und Liquidität.

 

Die Wettquote

Wenden wir uns zunächst der Wettquote zu. Wenn bzw. als Du das erste Mal eine Sportwette abgeschlossen hast, hast Du dir sicher wenig Gedanken darum gemacht was es mit der Wettquote eigentlich auf sich hat. „Die Quote gibt halt an, wie viel ich gewinnen kann“, das ist wohl die Standardantwort eines Wettneulings. Ein kleines Beispiel anhand der Begegnung Nürnberg – Eintracht Frankfurt bei unserem Partner tipico:

Wettquote Beispiel

  • Gastgeber/Nürnberg zu einer Wettquote von 2,15
  • Unentschieden zu einer Quote von 3,40
  • Auswärts/Eintracht Frankfurt 3,20

So weit so gut, multiplizierst Du die Wettquote mit dem Einsatz erhältst Du die Gesamtauszahlung:

  • X mit Quote 3,4* Einsatz von 10€ = 34€ Gesamtauszahlung

Ziehst du von diesen 34€ deinen Einsatz von 10€ ab hast du deinen Nettogewinn von 24€.

Wie kommt ein Sportwetten Anbieter – in diesem Fall tipico – nun aber auf die 3,4er Wettquote für eine Unentschieden? Die Antwort ist zunächst einmal einfach: tipico berechnet die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis, in diesem Fall ein Unentschieden, eintritt. Diese ermittelte Wahrscheinlichkeit lässt sich dann mit

  • 1/Eintrittswahrscheinlichkeit*100 = Wettquote

in die Wettquote umrechnen, die tipico dir auf der Homepage darstellt. Die Wahrscheinlichkeit, mit der der Wettanbieter kalkuliert kannst du ganz einfach aus der Quote errechnen:

  • 1/Quote*100 = Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent
    • 1 / 2,9*100= 34,5% (Sieg FSV Frankfurt)
    • 1 / 3,4*100= 29,4% (Unentschieden)
    • 1 / 2,4*100= 41,7% (Sieg St. Pauli)

Rein rechnerisch sollte also, falls Du dich für den Tipp „Unentschieden“ entscheidest, dieser Tipp mit mehr als 29,4%iger Wahrscheinlichkeit eintreffen, damit du – langfristig – Gewinn machst.

Ein vielleicht noch anschaulicheres Beispiel dazu ist…

Der Münzwurf

Die Wahrscheinlichkeit für Kopf und Zahl liegt bei 50%. Damit ergibt sich laut der Formel oben 1/Eintrittswahrscheinlichkeit von 50%*100 eine Wettquote von 2. Angenommen Du gehst mit deinem Kumpel eine Wette ein. Er bietet dir an, dass er für jeden Euro, den Du auf Zahl setzt, dir zwei Euro zurück zahlt, sofern die Münze mit der Zahl-Seite nach oben zeigt. Auf den allerersten Blick nicht schlecht. Aber da die Münze nur zu 50% mit der Zahl-Seite nach oben liegen bleibt, wirst du – wenn ihr lange genug die Münze werft – nichts gewinnen. Denn auf jeden Fall, in dem du gewinnst (Gesamtauszahlung 2facher Einsatz) kommt ein Fall (50% Eintrittswahrscheinlichkeit für Zahl), in dem du deinen Einsatz wieder verlierst. Auf Dauer also ein Nullsummenspiel. Hinzu kommt, dass der Wettanbieter im Gegensatz zu deinem münzwerfenden Kumpel auch noch bezahlt werden möchte. Um das Münzwurfbeispiel abzuschließen lässt sich also kurz zusammenfassen, dass Du die Wette deines Kumpels grundsätzlich nur annehmen solltest, wenn er dir eine bessere Quote als 2 anbietet – dir also beispielsweise anbietet jeden von dir gesetzten Euro mit 3Euro zu vergüten, wenn die Zahl-Seite oben liegen bleibt.